näher als nah

Ich sitze im Garten neben einer Buddha-Statue aus Stein.

Der Name und das Bild dieses gelassen blickenden Gesichtes sind ohne jeglichen Sinn oder Bedeutung. Und doch ist diese einfache Steinskulptur, die hier erscheint, so viel mehr als Worte oder die Verkörperung einer Geschichte über einen erleuchteten Menschen.

Unser kleiner Hund Daisy schnuppert an einem Baum und springt durch die Wiese um etwas viel interessanteres zu erforschen. Die Sonne wärmt mein Gesicht und wirft ihr Licht auf die Blätter, die noch nicht gefallen sind.

Die magische Entdeckungsreise der Spiritualität und die Suche nach der Wahrheit ist so viel interessanter als dieses unvermeidbare Wahrnehmen, daß es nur DIES gibt und nichts anderes.

Die Suche nach Buddha oder Christus oder nach Engeln in deinem Haar ist ein Abenteuer, voll von der Annahme, dass es etwas spannenderes gibt, als dieses ordinäre Leben. Du triffst deinen spirituellen Lehrer oder jemanden von der anderen Seite oder du erfährst galaktische Heilungsenergien, die nur in diesem Zeitalter für jene bereitstehen, die dafür offen sind. Der Vorhang ist dünner geworden, Bewußtsein und die Welt entwickeln sich und nun ist die Zeit für Dich gekommen, Deinen Teil dazu beizutragen. Du weißt, wie die Geschichte weitergeht.

Zwischen Kursen in psychologischer Heilung und schamanischen Reisen kannst Du Deine Chakras heilen, vergangene Leben abschließen und Erleuchtung erlangen. Es ist wirklich eine fantastische Welt der Möglichkeiten, eine Welt mit spannenden und erfreulichen Erfahrungen. Sie ist geheimnisvoll, magisch und randvoll mit Sinn und Zweck.

Während all dies weder richtig noch falsch und die meiste Zeit wahnsinnig unterhaltsam ist, ist es doch nur eine Reise in Fantasie und Vorstellung.

Es ist Eitelkeit und einfach nur Verstand, Ego, Gedanke – das identifizierte Selbst auf der Suche nach Sicherheit und immer mehr.

Wenn die Person wegfällt, wenn man vom Schlaf der Individualität aufwacht, wird all das oben genannte als bloßer Traum erkannt.

Das sehen dieser Präsenz, aus der alles existiert bringt einen kompletten Verlust der Möglichkeit mit sich, dass es etwas anderes gibt, als das, was erscheint. Keine Erleuchtung oder das Beenden von tausend Wiedergeburten. Keine Verschmelzung mit Gott oder Deinem höheren Selbst. Keine Kommunikation mit Engeln oder verstorbenen oder geistigen Führern.

Nur DAS (Das Lesen dieser Buchstaben, die begleitenden Gedanken, das Ein- und Ausatmen, das Gefühl der Finger auf den Tasten, die Geräusche im Raum, das Gefühl eine Person mit freiem Willen und Entscheidungskraft zu sein, das Jucken am kleinen Zeh, der Duft im Raum, die Bewegung deiner Pupillen, das Vogelgezwitscher von draußen, das leichte Hungergefühl, das Gefühl am Leben zu sein…)

Und das ist alles.

Es gibt nicht mehr.

Verstand, Gedanke und die Suche nach etwas anderem wird immer nur ein imaginäres Du auf eine imaginäre Reise nach nirgendwo schicken.

Das höchste, was der Verstand oder Intellekt tun kann ist, seine eigenen Grenzen zu sehen.

Jenseits dieser Grenzen und doch näher als nah – - bis Du!

frei aus dem englischen übersetzt von dem blog http://thereisonlythis.co.uk/

Ein Gedanke zu “näher als nah

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